Roadtrip
Die Tour fing - wie traditionell bei meinen bisherigen Trips in Frankreich - regnerisch an. Aber hartgesotten ließen wir uns nicht davon beirren, während wir ein kleines Stelldichein in Montecarlo absolvierten und u.a. mit neuem (leider nur von uns bezeugbarem) Weltrekord die Formel-1-Rennstrecke von Monaco langheizten.
Als nächstes ging es nach Nizza. Zum Glück hatte es nachgelassen zu regnen, so dass wir Christoph ins Meer schmeißen konnten (Markus hatte mehrere erzieherische Maßnahmen für ihn parat) und uns am Donnerstagabend auch ins dortige Nachtleben stürzen konnten. Das war alles in allem eine großartige Sache, vor allem da wir dort vor jeder Kneipe von gutaussehenden jungen Damen zum Konsumieren von Getränken aufgefordert wurden - leider wurde uns erst spät klar, dass diese Mädels uns nicht aufgrund unseres ausgesprochen umwerfenden Aussehens in die Bars locken wollten, sondern weil sie offensichtlich dafür bezahlt wurden. Von einer Dame ließen wir uns zudem dazu überreden, auf irgendeinem komischen Foto die Fans irgendeiner seltsamen französischen Band zu mimen - diese nehmen wohl bei einem französischen Internet-Bandwettbewerb (http://www.myband.fr/) teil. Das Foto selbst habe ich noch nicht auf deren Webseite gefunden; ich werde das hoffentlich nachreichen, nicht zuletzt, um Markus davon zu überzeugen, dass das vor uns ausgerollte Transparent auf dem Foto den Bandnamen "XY" und nicht "Pädophilenselbsthilfegruppe Nizza" zeigte.
Mit leichten Kopfschmerzen folgte am Freitag vormittag dann ein gelassenes Frühstück am Strand sowie ein bisschen Nizza-Sightseeing bei Tag, bevor wir uns die Küstenstraße "Corniche" entlang Richtung Marseille aufmachten. Unterwegs standen noch ein kleiner Abstecher nach Cannes sowie Cap Canaille auf dem Tagesplan - letzteres ist die mit 394m höchste Steilküste auf dem europäischen Festland; um einen Schritt entfernt von einem fast 400m tiefen Abgrund zu stehen, sollte man entweder unglaublich cool sein oder - wie wir - das ein oder andere Paar Windeln dabei haben.
Nachdem unser kleiner Vierertrupp sich dann am Freitagabend auf der Party von der WG von unserer Mexikanerin Joyce und dem deutschen Physikdoktoranden Sebastian erfolgreich danebenbenommen hatte, haben wir Samstag und Sonntag noch einen kleinen Calanques- sowie Strandausflug gemacht und bei letzterem einmal wieder einer brasilianisch-portugiesisch-französischen Ballstreichlertruppe mit effektivem deutschen Fußball die Grenzen aufgezeigt. Und es gibt noch eine großartige Neuigkeit: Ich habe eine lange geöffnete Stube mit Bierausschank und KICKER gefunden. Dieser ist tatsächlich sogar gut bespielbar, so dass wir zum Ausklang des Wochenendes noch ein paar Partien zocken konnten.
Ihr seht: So sieht Friede-Freude-Eierkuchen-Urlaub aus! Damit ich nun aber nicht völlig hier vergammle geht es heute Abend zu Nikohle nach Madrid. Ihr hört von mir.





