Marseille

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Eine Wolke am Himmel und andere Luxusprobleme

Oje, irgendwie scheint sich die allgemeine Faulheit der Franzosen auf meine Blogaktivität ausgewirkt zu haben! Aber ich muss sagen, endlich ist mein Erasmussemester so geworden, wie ich es mir die ganze Zeit erträumt habe: Uni vorbei, Klausuren bestanden, 28 Grad, und ich jeden Tag am Strand! Mit meinen kürzlich hochgeladenen Bikinifotos habe ich davon hoffentlich schon einen kleinen Eindruck gegeben. Aber etwas ausführlicher für die Lesefreudigen.

 

Angefangen hat die angenehme Zeit mit dem Besuch meiner lieben Nicole. Selbstverständlich habe ich eine aufregende Sightseeing-Tour vorbereitet: zuerst ein Tag Marseille, dann in die Calanques zum Krachseln und Sonnen, und dann für zwei Tage nach Lyon. Leider hatten wir dort etwas Pech mit dem Wetter, denn am ersten Tag haben sich die Lyoner mal wieder für Regen entschieden. Es scheint, dass das durchaus vorherrschende Wetterbedingungen sind, denn ich habe noch nirgendwo so viele Regenschirmläden gesehen. Ein deartiges Regenschutzgerät mussten wir dann auch käuflich erwerben, für den Schnäppchenpreis von 15 Euro. Ich gehe aber hierbei von einer Investition fürs Leben aus. Und schön rot ist er auch noch.

Das Highlight unseres Besuches dort war dann das Bloc Party-Konzert am Abend, auch davon kann man ein paar Fotos bestaunen. Den nächsten Tag konnten wir dann ohne Regen etwas Lyon bewundern, hätte die Stadt eine Küste, wäre es sicherlich auch eine sehr gute Wahl für ein Semester. Aber trotz aller Nachteile, die Marseille hat - die Strände möchte man nicht missen.

Der Abreise von Nicole folgten zwei Tage eingesperrt in meiner Wohnung. Wir hatten in meiner Vierergruppe nämlich letzten Montag noch ein Projekt abzugeben, und ja ihr habt es richtig erraten, meine Übungsgruppenpartner haben zu diesem Projekt leider nichts beigesteuert. Ich hatte mich blöderweise zu einer idiotischen Aussage hinreissen lassen - "Naja das passt schon, dann mache ich es halt selbst fertig, wird schon nicht so viel Arbeit sein" - geendet ist es in einem persönlichen Am-Stück-Programmierrekord: Samstag abend 18h bis Sonntagmorgen 7:30, vier Stunden Schlaf, und dann ein weiterer 20-Stunden-Kotmarathon (nein, Kot hat in diesem Fall nichts mit französischen Ernährungsprogrammen zu tun) von Sonntag 13 Uhr bis am Montag 10 Uhr. Und ich habe dieses Projekt tatsächlich noch repräsentativ zum Laufen bekommen! Sogar meine Übungsgruppenpartner waren zufrieden mit meiner Leistung. Danke.

Nunja und die letzten zwei Tage treibe wie gesagt das, was jeder treiben sollte: Der Tiefkühlpizza-Strand-Kneipen-Dreikampf. Seltsamerweise werde ich aber nicht so richtig braun mit meinem hypervorsichtigen 15er-Sonnenschutzfaktor, aber mit krebsrotem Rücken möchte ich auch nicht rumlaufen. Das sind Luxusprobleme, was?

Ich hoffe es geht euch allen gut und ihr versinkt nicht allzusehr im Unistress - und lasst euch von meinen Blogartikeln in den nächsten 6 Wochen zum Träumen und Staunen einladen. :-D Und wer sich schon über die abgelichtete französische Ernährungsstrategie gewundert hat, dem sei gezeigt, welchen Problemen man sich beim Parken in provenzalischen Kleinstädten (hier Orange) stellen muss. Auf bald.

(5) Kommentare    (34) Trackbacks   

  1. nicole schrieb:

    06.06.2007, um 00:39 [ antworten ]

    Matthias...es heißt: wird man verbessert...tsss...

  2. matthias schrieb:

    29.05.2007, um 16:43 [ antworten ]

    hihi!
    keine angst bastl, mir geht es auch immer so... ständig wir man verbessert etc. - immer diese frauen...

  3. Gregor schrieb: Olivenöl

    27.05.2007, um 10:40 [ antworten ]

    Nimm das gute Olivenöl mit nem Schuss Jod, bräunt zuverlässig und sicher!

  4. baschtl schrieb:

    27.05.2007, um 02:34 [ antworten ]

    ja schatz, du hast natürlich recht :)

  5. nicole schrieb:

    27.05.2007, um 02:19 [ antworten ]

    Äh..welch Zufall, ich war auch neulich in Lyon! Und es hat auch geregnet! Aber komischerweise kam der einfach so ohne dass es vorher einen Volksentscheid gegeben hätte. Und "Regenschirmläden" ( :D was is das für ein Wort?!) gabs bei mir auch nich. Du hast wohl die ganzen Taschen und Koffer im Hintergrund nicht gesehen. Und 3., wenn du mal auf das tolle Bild schaust (super geschossen! wer hat das denn gemacht?), dann wirstu feststellen, dass der Schirm nicht nur rot ist (nein, er ist auch nicht nur grün ;)).....So schreibstu also deine Blogartikel, ja? Tsss...Ich werde bei Zeiten mal den Rest auf Fehler untersuchen.